• Gratulation!!
    Damen 1 wird Meister in der Regionalliga SüdWest (es fehlen Meli und Eli)
  • Glückwunsch zum Aufstieg!
    Herren 4 gewinnt Kreisliga A Relegationsspiel in Rohrau

Spieler gesucht!!

Die 2. Herren Manschaft ist auf der Suche nach neuen Spielern. Das Team spielt auch in der nächsten Saison in der Herren Landesklasse Gr. 6. Gerne könnt Ihr einfach zu uns ins Traning kommen oder per Mail Kontakt mit  lukas.coulon(..at..)tischtennis-sindelfingen.de aufnehmen.

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Sonntag, 15 September 2019

Tischtennis VfL Sindelfingen Rückkehrerin Melanie Strese

(tho) Nicht erst seit kurzer Zeit boomt das Damentischtennis in Sindelfingen. Schon in den letzten Spielzeiten war der Aufwärtstrend beim VfL vor allem im Leistungssportbereich nicht aufzuhalten. Eine Situation wie in der kommenden Saison gab es in Sindelfingen noch nie: Neben der ersten Mannschaft, die weiterhin in der dritten Bundesliga um Punkte schmettert, spielen die Frauen II, die bisher in der Oberliga waren, fortan eine Etage höher in der Regionalliga. Nur gut, dass die Verantwortlichen in Sindelfingen dabei auf spielstarkes Personal zurückgreifen können. Wie beispielsweise auf Rückkehrerin Melanie Strese. Das 27-jährige Eigengewächs des VfL kehrte nunmehr nach einigen Jahren in Belgien wieder zu den Wurzeln zurück – und will in der dritten Liga für Furore sorgen.

„Ich freue mich riesig auf die neue Saison beim VfL“, sagt Melanie Strese, „ich kenne den Verein und viele Leute, die menschliche Eingewöhnungszeit war sehr kurz“. Länger dauerte es nach eigenen Angaben mit der spielerischen Anpassung. „Ich hatte bei meinen ersten Schlägen nicht unbedingt eine Ahnung, wie ich meine Stärke einzuordnen habe. Schließlich habe ich seit Jahren nicht mehr gegen Frauen gespielt“, so die gebürtige Sindelfingerin, die derzeit in Stuttgart wohnt. Doch leichte Zweifel wurden in dieser Hinsicht gleich beiseite gewischt, ergatterte sie sich doch bei der Verbandsrangliste Anfang Juli in der Landeshauptstadt gleich den Turniersieg. In den letzten Jahren spielte Melanie Strese aktiv beim TTC Gent in der dritten Liga der Männer („in Deutschland ist dies ja derzeit nur auf Bezirksebene möglich“). Im Nachbarland weilte die 27-jährige schon längere Zeit, einmal im Rahmen ihres Studiums für Sprachen und Wirtschaft und ein weiteres Mal bei einem Praktikum beim Europäischen Olympischen Komitee. Später absolvierte sie auch noch ihr Masterstudium in Belgien und stieg anschließend bei einem Sportartikelhersteller vor Ort ins Arbeitsleben ein. „Auf Dauer haben mir meine Familie, Freunde und auch die Natur doch etwas gefehlt. Zudem musste ich in Belgien täglich bis zu zwei Stunden zur Arbeit pendeln, das war mir einfach zu viel“, begründet Melanie Strese ihre Entscheidung, wieder in die Heimat zurückzukehren. Beim gleichen Arbeitgeber arbeitet sie nun seit dem Frühjahr als Teamleiterin Bergsport in Esslingen und fühlt sich pudelwohl. „Jetzt habe ich nur eine Viertelstunde bis zur Arbeit und sehe auch meine Familie und Freunde wieder öfter, es ist also alles perfekt“, schwärmt Strese.

In Tischtenniskreisen des Bezirks und weit darüber hinaus ist Melanie Strese vielen ein Begriff, spielte sie doch viele Jahre im Jugend- und Erwachsenenbereich erfolgreich für den VfL Sindelfingen. Einige Jahre zuvor, in ganz jungen Jahren stand sie beim GSV Maichingen im Fußballtor, später spielte sie auch Tennis in Maichingen. „Im Alter von neun Jahren habe ich dann bei den Mini-Meisterschaften mitgemacht und bin diesem Sport seither treu geblieben“, erinnert sich der Sprössling aus einer sportbegeisterten Familie, in der wohl ihre Tante Annemarie Goihl die erste war, die sich dem Tischtennissport in Sindelfingen verschrieben hatte. Streses erste Trainerin war Sandra Ulmer, weiter gefördert wurde sie von Oliver Appelt und Verbandstrainer Volker Ziegler. Mit dem Nachwuchsteam des VfL Sindelfingen wurde sie als 13-jährige im Jahr 2002 deutsche Mannschaftsmeisterin bei den Mädchen, in den letzten beiden Jugendjahren gelang ihr der Sprung bis in die Jugendnationalmannschaft,. „Das war damals eine Superzeit“, erinnert sich Melanie Strese, die im Einzelsport das DTTB-Top 48-Ranglistenturnier gewann und 2007 mit der baden-württembergischen Mädchenauswahl den renommierten Deutschlandpokal ins „Ländle“ holte. Im Damenbereich sammelte Melanie Strese schnell Erfahrung in hohen Spielklassen, so war sie beim TV Rechberghausen in der Oberliga und der Regionalliga aktiv, genauso wie beim einjährigen Intermezzo in Sindelfingen, als sie ihr Studium in der Heimat beendete. Einer von zahlreichen sportlichen Höhepunkten war die Teilnahme an den Deutschen Einzelmeisterschaften der Damen. „Dass ich dann ein paar Jahre in Männerligen im Ausland spielte, sehe ich durchaus als Vorteil. Ich habe das Gefühl, dass die Damen Probleme mit meinem Spin und auch der Schlaghärte haben“, meint Strese, die aktuell zumindest jeden Freitag mit der Sindelfinger Drittligamannschaft trainiert. Im September ist dann ein interner Saisonvorbereitungslehrgang geplant, danach möchte die zukünftige Nummer drei im VfL-Team „die Trainingsschlagzahl erhöhen.“

Mit einer gewissen Portion Respekt geht Melanie Strese in die kommende Drittligasaison, in der es ihr nicht allein um ihre eigenen Ergebnisse geht. Strese: „Ich möchte natürlich so viel Spiele wie möglich gewinnen, aber der Erfolg mit der Mannschaft hat oberste Priorität. Ich bin der Meinung, dass wir mit unserer Mannschaft jeden Gegner in der Liga ärgern können und werden hoffentlich mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Trainer Oliver Appelt plant voraussichtlich in allen Spielen mit der Angriffsspielerin, wenngleich Strese zuweilen samstags arbeiten muss. „Die meisten unserer Spiele finden allerdings sonntags statt und den Rest werde ich mit meinem Chef verhandeln“, sagt Strese augenzwinkernd.

Dass neben einer gewissen Anspannung die Vorfreude auf das neue Spieljahr überwiegt, liegt am Teamgefüge, dem Strese nach der kurzen Eingewöhnungsphase nur Gutes abgewinnen kann. „Ich fühle mich im Sindelfinger Umfeld sehr wohl. Innerhalb des Teams verstehen wir uns alle sehr gut, ich kenne ja einige Spielerinnen schon seit vielen Jahren. Am meisten werde ich mich wohl daran gewöhnen müssen, wieder einen Coach an der Spielfeldumrandung zu haben.“ Aber auch den kennt sie schon sehr lange, genau genommen seit 1999. Oliver Appelt: „Immer, wenn Meli in Deutschland gespielt hat, habe ich sie betreut und trainiert. Ihre Rückkehr ist für die Mannschaft, den Verein und auch für mich persönlich eine tolle Sache. Menschlich passt sie hervorragend zu uns. Sie ist bei allen im Verein auf Grund ihrer sympathischen, auf alle Menschen offen zugehenden Art sehr beliebt. Spielerisch erhoffe ich mir von ihr, dass sie eine weitere Stütze unserer Damen und eine Integrationsfigur für die jungen Spielerinnen darstellt.“ Sowohl Oliver Appelt als auch Melanie Strese freuen sich wieder auf die gemeinsame Zusammenarbeit, die schon früher von Erfolg gekrönt war. Auch Abteilungsleiter Carsten Seeger zeigt sich erfreut über das Wiedersehen mit Melanie Strese beim VfL. „Als Melanie wieder ins Ausland ging, meinte sie, wir Sindelfinger wären ihre erste Adresse im Falle einer Rückkehr. Es ist prima, dass dies jetzt geklappt hat.“

Dass man es bei Melanie Strese mit einem Allroundsportler zu tun hat, belegt die Tatsache, dass sie sich neben dem Tischtennissport weiteren Sportarten mit Schlägern verschrieben hat. „Während der Saisonpause spiele ich immer Racketlon, bin also auch beim Badminton, Squash und Tennis aktiv.“ Zwar musste sie in diesem Jahr bereits verletzungsbedingt zwei Turniere absagen, plant aber ihre Teilnahme bei den diesjährigen Weltmeisterschaften, die Ende November in Fürth zur Austragung kommen. Angesichts dieser Aktivitäten verwundert es, dass Melanie Strese die mangelnde Beweglichkeit als Schwäche in ihrem Tischtennisspiel sieht. „Aber die kann man ja mit klugem Spiel ein bisschen wettmachen“, sagt Strese.  

Ihr Comeback im Trikot des VfL Sindelfingen feiert Melanie Strese am 24. September, wenn beim Auswärtsspiel in Wilferdingen der Startschuss in die neue Drittligasaison fällt. Das erste Heimspiel bestreitet sie mit dem VfL am 2. Oktober.